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Galerie Noah

3D Ausstellungen

  • Galerie Noah

    Christopher Lehmpfuhl - Von Berlin in die Berge

    03 Dec 2020 – 31 Jan 2021

    Raus in die Wüste, rauf auf den Berg und mitten hinein in die City, mit Leinwand, kübelweiser Farbe und einer Freude am Leben, am Erleben, die nur eines Künstlers Gleichen sucht – das ist, was den Vollblutmaler Christopher Lehmpfuhl prägt, was ihn antreibt, bewegt. Von tosenden Stürmen gebeutelt, von Hitze und Kälte gefesselt, den Duft der steifen Meeres-Brise in der Nase, das Lärmen der lauten Straßen im Ohr, packt er, 1972 in Berlin geboren, die Ölfarbe in pastosester Reinform und in Riesen-Batzen auf das Bild, um mit Leidenschaft den Akt des Malens zu zelebrieren. Plein air ist sein Ding, die Freiluftmalerei, eine insbesondere im Impressionismus bevorzugte Technik, die es dem Künstler erleichtern sollte, Lichtstimmungen nachzuspüren; ebendas tut Christopher Lehmpfuhl ebenso, Meisterschüler von Professor Klaus Fußman an der Hochschule der Künste Berlin, mit dem einen großen Unterschied: Die blühenden Seerosen reichen ihm nicht aus, er muss raus, rauf, rein ins Extreme, um in nahezu kathartischer Manier erfahren, durchleben, verarbeiten wie arbeiten zu können - als Mitglied der „Norddeutschen Realisten“ kein Problem. Farbe und Form folglich verschmelzen vor Ort zu einem neuen Ganzen in altbewährter Gattung, als Landschaft oder Stadtvedute, die haptisch, sinnlich, ja, dreidimensional daherkommt und impressionistisches mit expressionistischem Gedankengut verbindet. Ein mit Preien und Stipendien wie etablierten Ausstellungen geehrter Neo-Impressionist, wenn man so will, der das Lebenselixier Metropole braucht wie die Natur und sein Erlebtes gerne weiterreicht, als klassisch moderne Malerei in auf die Spitze getriebener Reinform der Gegenwart. Die Galerie Noah im Augsburger Glaspalast präsentiert rund 40 neue Ölbilder und Aquarelle mit Ansichten von Berlin, der Heimatstadt des Künstlers, und der Bergwelt Bayerns wie Österreichs und knüpft damit eine kreative Freundschaftsbande zwischen Nord und Süd, auf dickflüssigste Weise - wunderbar.

  • Galerie Noah

    Markus Oehlen & Meisterschüler

    05 Feb 2021 – 21 Mar 2021

    Der Bad Boy und seine Schüler – kongenial! Galerie Noah im Augsburger Glaspalast präsentiert neue Arbeiten von Markus Oehlen samt Meisterschülern und macht richtig gute Laune – verlängert bis 21. März 2021 „Man stellt eine Behauptung auf, versucht, gegen etwas zu sein. Man hat ein Feindbild, und entwickelt daraus eine neue Malerei!“ Bad Boy und Enfent terrible Markus Oehlen, ehemals Punk-Schlagzeuger und Junger Wilder, Untergrund-Beweger par excellence und rotziger Rebell der Golden Eighties, gibt sich heute deutlich reflektierter, wie hier im Interview für seinen brandneuen Katalog (Kerber-Verlag); reflektierter, filigraner, womöglich intellektueller, doch keinesfalls weniger leidenschaftlich. Über drei Jahrzehnte liegt die Zeit der ungebundenen Unbeugsamkeit hinter ihm, die Zeit wilder Bildtitel wie „Vom Stuhl gefallener Akt mit Trompete“ oder „Vaters Hände“. Das Wilde indes hat sich Oehlen bewahrt, in neue Bahn gelenkt, modern und zeitgeistig gemacht, komprimiert korrigiert, subversiv systematisiert. Seine neuen Arbeiten zeugen von einer ausgeklügelten Vorgehensweise, einem Knowhow über Technik und Effizienz, einer ungebändigten Experimentierfreude und einer intensiven Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Digitalisierung samt Auswirkung; alles fließt ineinander über, ein und hinaus, auf nahezu kongeniale Weise - genial. 1956 in Krefeld geboren, studiert Markus Oehlen von 1976 bis 1982 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Alfonso Hüppi, zieht provokant durch die Lande und landet schließlich 2002 als Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. Ausstellungen weltweit seit knapp 40 Jahren, unter anderem im Museum of Modern Art New York, geben ihm Recht, machen ihn berühmt und unverwechselbar: als Vertreter des so genannten Pop Informel, der konstruierten Malerei, die Abstraktion und Figuration gegenüberstellt, die mit fragmentierten Überlagerungen arbeitet, in gemalten, gezeichneten und collagierten Schichten vorgeht und sich fleißig Motiven der Popkultur bedient. Was liegt da näher, als die Thematisierung der Reiz- und Bildüberflutung unserer digitalen Neuzeit wie in Oehlens aktueller Malerei? Erstarrte Körperkonturen, psychedelische Kreise, Muster, Raster, Rippen, Rillen, Farbe, Foto und Lack verschmelzen zu einem mehrdeutigen Etwas, das unmittelbar in seinen Bann zieht, unweigerlich. Kein Wunder, als solch kompetenter wie jugendlich gebliebener Akademie-Professor, dass die Schüler nur so strömen in die „Klasse Markus Oehlen“ nach München. Vier ehemalige Meisterschüler hat der Maestro auserkoren für die aktuelle Top-Schau in der Augsburger Galerie Noah, die neben neuen Arbeiten Oehlens auch die der Zöglinge Mehmet & Kazim, Andreas Lech und Justin Almquist präsentiert. An Originalität wie Brisanz freilich fehlt es den Vieren kaum: Mehmet & Kazim Akal, die Shooting-Stars unter den Schülern, treten als ihr Alter Ego The Kissing Cousins in Erscheinung, per se wie in ihren Arbeiten, persiflieren tradierte Kategorisierungen wie Übermännlich oder Exotisch und geben dabei ein die Welt mit Küsschen wie Herzchen überschüttendes Duo ab; Justin Almquist rückt das Schöne in poppig-bröckelnder Manier und Papiermaché auf Holz in den Mittelpunkt des Betrachters und verweist so nicht zuletzt auf deren Vergänglichkeit; und Andreas Lech begibt sich in seiner zunehmend monochromen Malerei auf die Suche nach dem figurativsten abstrakten Bild aller Zeiten.

    neueste Werke

    • Andreas Lech

      nobody deserves it, 2021
      140 x 110 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 3100
    • Markus Oehlen

      Dynamik 1376, 2019
      121 x 100 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 31500
    • Markus Oehlen

      Doppelohr, 2010
      250 x 200 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 75000
    • Markus Oehlen

      How are You?, 2012
      200 x 250 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 75000
    • Markus Oehlen

      Bulldog at the Atelier, 2019
      200 x 160 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 60000
    • Markus Oehlen

      Sumpf, 2019
      200 x 160 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 60000
    • Markus Oehlen

      Leopoldstraße, 2019
      100 x 121 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 31500
    • Mehmet&Kazim

      Gut getarnt lauert der Fisch auf fette Beute, 2020
      220 x 290 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 8500
    • Mehmet&Kazim

      Hubba Bubba, 2020
      150 x 130 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 4670
    • Mehmet&Kazim

      Zwei Wilde auf dem hohen Ross, 2020
      220 x 290 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 8500
    • Mehmet&Kazim

      Hilferuf #1, 2020
      150 x 130 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 4670
    • Justin Almquist

      Beat Mirror (für Allen Ginsberg), 2017
      56 x 38 cm (h x w)
      acryl, Tusche, Gouache und Dispersionsfarbe auf Papiermaché auf Holz
      € 4400
    • Justin Almquist

      Illuminated declaration of love, 2017
      49 x 62 cm (h x w)
      Gouache und Dispersionsfarbe auf Papiermaché auf Holz
      € 4640
    • Justin Almquist

      Opioid, 2017
      51 x 32 cm (h x w)
      Gouache und Dispersionsfarbe auf Papiermaché auf Holz
      € 4400
    • Justin Almquist

      Casting a Spell (The influences), 2017
      48 x 62 cm (h x w)
      acryl, Tusche, Gouache und Dispersionsfarbe auf Papiermaché auf Holz
      € 4640
    • Justin Almquist

      Pancake City, 2016
      39 x 35 cm (h x w)
      Gouache und Dispersionsfarbe auf Papiermaché auf Holz
      € 4170
    • Justin Almquist

      Green Reflecting on Ankle (Night Out), 2017
      59.5 x 41 cm (h x w)
      acryl, Tusche, Gouache und Dispersionsfarbe auf Papiermaché auf Holz
      € 4400
    • Andreas Lech

      it is all about what you see under the shower, 2021
      180 x 150 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 3800
    • tomorrow will be good (contemporary hiccups), 2020
      210 x 170 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 5840
    • Andreas Lech

      cellar in front og beautiful garden (serie, 2), 2021
      210 x 170 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
      € 5840
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