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Galerie Noah

3D Ausstellungen

  • Galerie Noah

    Hermann Nitsch - Neue Arbeiten

    19 Nov 2021 – 16 Jan 2022

    „Jubelnde Verklärung des Lebens“ „Ich bin lebensbejahend, möchte mich berauschen, an Blumenfarben und frischer Luft!“ Hermann Nitsch, legendärer Vertreter des Wiener Aktionismus, Urheber des Orgien-Mysterien-Theaters, Regisseur gewaltiger Gelage, Kadaver-Kreuzigungen, blutrünstiger Tier-Schlachtungen, er, bald 84-jährig, hat heute leicht reden. Jahrzehnte lang trieb er sein künstlerisches Unwesen, brachte Christen wie Tierschützer an ihre Grenzen, sorgte für einen Skandal nach dem nächsten, kurzum, galt als einer der meist umstrittenen Künstler weltweit. Nunmehr, betagt, besonnen, womöglich beseelt, macht Nitsch große Erlösungs-Oper, geht gelassen in Wettstreit mit Kontrahent Richard Wagner, Gesamtkunstwerk-Anhänger, wie er, und stemmte jüngst die Kulisse für dessen neue „Walküre“ in Bayreuth. Das Ergebnis seiner bühnenreifen Malaktion: farbenfrohe, in der Tat heitere Schüttbilder, die, trotz tragischer Missgeschicke von Brünnhilde, Wotan & Co., erstrahlen, erleuchten, erhöhen, ohne die (kunst-)historischen Tiefen ihres Urhebers zu leugnen. Konsequent, heilsam, ja, durchaus lebensbejahend kommt das daher. Hermann Nitsch, 1938 in Wien geboren, gelernter Gebrauchsgrafiker, später langjährig Professor an der Hochschule für Bildende Künste am Städel in Frankfurt am Main, seit 1971 auf Schloss Prinzendorf bei Wien lebend mit ebenda ansässigem O.-M.-Theater, ist seit den 1960er Jahren künstlerisch tätig, stellt schnell in ganz Europa, den USA und Asien aus. Die Malerei als Aktionskunst ist für ihn der Inbegriff der Passion, des Durch- und Erleidens hin zur Katharsis, und immer wieder überlebensnotwendig, existent. Seine Schütt- und Rinnbilder gelten als Symbol eines dionysisch oder christlich geprägten Leidensweges, der Verdrängtes zutage treten lassen soll. Bezeichnender Weise sind seine dem Informell zuzuordnenden Leinwände lange und oft blutrot; seit einigen Jahren auch blau, gelb und grün: von einer „freudigen, jubelnden Verklärung des Lebens“ gar spricht der Künstler selbst; von „Auferstehungszyklen“. Wunderbar. Die GALERIE NOAH freut sich, diesen prägenden, radikalen wie grenzüberschreitenden Gesamtkunstwerker nach 17 Jahren einmal mehr auszustellen. Gezeigt werden überwiegend Arbeiten, die während der Aktion zu den Bayreuther Festspielen 2021 entstanden sind, aber auch davon unabhängige Malerei mit und ohne Malhemd sowie Zeichnung aus dem Atelier Nitsch auf Schloss Prinzendorf.

  • Galerie Noah

    Karin Kneffel & Meisterschüler/innen - cling together swing together

    17 Sep 2021 – 14 Nov 2021

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, weiß Karin Kneffel, internationales Künstlerinnen-Genie der malenden Oberklasse, Meisterin des Neorealismus, ehemals Meisterschülerin von Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf, und geht es an, direkt, ohne Umwege. Nicht nur, dass sie, seit 2008 Professorin an der Akademie der Bildenden Künste München, zuvor an der Hochschule für Künste Bremen, genau 39 (Meister)schüler aus ihrer Lehrzeit in eine Schau packt, sich selbst obendrauf, in einer waghalsigen Kuration - nein, nicht genug der ungebändigten Experimentierfreude. Nebenbei erklärt die 64-jährige Malerin aus Marl, studierte Philosophin dazu, Anselm Kiefer den Kampf, dem bedeutendsten aller deutschen Historienmaler, pathetisch, monumental, tragend. Die ob ihrer Größe im hohen Kuppelsaal der Augsburger Galerie Noah beheimatete, überdimensionale Landschaft mit installierter Lazerett-Liege aus Blei, „untitled“ von Anselm Kiefer (2016) - Eigentum des benachbarten Kunstmuseum Walter -, ist Stein des Anstoßes, letzten Endes aber Anlass für eine Ausnahme-Ausstellung, die Kontraste, künstlerische Differenzen sinnvoll entschlüsselt – wer hätte das gedacht. Unmittelbar ins Repertoire aufgenommen wird das Monument hier und heute, soll Stoff liefern, aber auch Grund zur Abgrenzung, Bezüge herstellen und inspirieren, nicht einschüchtern. Und so kommt es zu ungeniert duschenden Damen, Fleischmassen von Cellulite en masse, Seifenblasen und entleerten Persil-Kartons rund um das beinahe spätromantische, tief beeindruckende Seestück Kiefers; ja, und nach eingängiger Betrachtung scheint der Ausgang dieses Duells offen: Das Spiel um die Realitäten, das feine Changieren zwischen real, surreal, foto- und hyperrealistisch, fiktiv wie gefiltert, das gerne im stetigen Widerspruch ad absurdum geführt wird, spinnt sich von Karin Kneffel fort mitten hinein in die Arbeiten ihrer Schüler, die tapfer bis nüchtern anstinken gegen den großen Anselm Kiefer, der den Spieß umdreht, knallharte Begebenheiten festlich andächtig auf- wie abarbeitet. Ein Experiment, das seines Gleichen sucht, und gewinnt, in jeder Hinsicht, an Ausdruck, Kraft, Originalität. Wow.

  • Galerie Noah

    Alex Katz - Til Today

    25 Mar 2021 – 13 Jun 2021

  • Galerie Noah

    Christopher Lehmpfuhl - Von Berlin in die Berge

    03 Dec 2020 – 31 Jan 2021

    Raus in die Wüste, rauf auf den Berg und mitten hinein in die City, mit Leinwand, kübelweiser Farbe und einer Freude am Leben, am Erleben, die nur eines Künstlers Gleichen sucht – das ist, was den Vollblutmaler Christopher Lehmpfuhl prägt, was ihn antreibt, bewegt. Von tosenden Stürmen gebeutelt, von Hitze und Kälte gefesselt, den Duft der steifen Meeres-Brise in der Nase, das Lärmen der lauten Straßen im Ohr, packt er, 1972 in Berlin geboren, die Ölfarbe in pastosester Reinform und in Riesen-Batzen auf das Bild, um mit Leidenschaft den Akt des Malens zu zelebrieren. Plein air ist sein Ding, die Freiluftmalerei, eine insbesondere im Impressionismus bevorzugte Technik, die es dem Künstler erleichtern sollte, Lichtstimmungen nachzuspüren; ebendas tut Christopher Lehmpfuhl ebenso, Meisterschüler von Professor Klaus Fußman an der Hochschule der Künste Berlin, mit dem einen großen Unterschied: Die blühenden Seerosen reichen ihm nicht aus, er muss raus, rauf, rein ins Extreme, um in nahezu kathartischer Manier erfahren, durchleben, verarbeiten wie arbeiten zu können - als Mitglied der „Norddeutschen Realisten“ kein Problem. Farbe und Form folglich verschmelzen vor Ort zu einem neuen Ganzen in altbewährter Gattung, als Landschaft oder Stadtvedute, die haptisch, sinnlich, ja, dreidimensional daherkommt und impressionistisches mit expressionistischem Gedankengut verbindet. Ein mit Preien und Stipendien wie etablierten Ausstellungen geehrter Neo-Impressionist, wenn man so will, der das Lebenselixier Metropole braucht wie die Natur und sein Erlebtes gerne weiterreicht, als klassisch moderne Malerei in auf die Spitze getriebener Reinform der Gegenwart. Die Galerie Noah im Augsburger Glaspalast präsentiert rund 40 neue Ölbilder und Aquarelle mit Ansichten von Berlin, der Heimatstadt des Künstlers, und der Bergwelt Bayerns wie Österreichs und knüpft damit eine kreative Freundschaftsbande zwischen Nord und Süd, auf dickflüssigste Weise - wunderbar.

  • Galerie Noah

    Markus Oehlen & Meisterschüler

    05 Feb 2021 – 21 Mar 2021

    Der Bad Boy und seine Schüler – kongenial! Galerie Noah im Augsburger Glaspalast präsentiert neue Arbeiten von Markus Oehlen samt Meisterschülern und macht richtig gute Laune – verlängert bis 21. März 2021 „Man stellt eine Behauptung auf, versucht, gegen etwas zu sein. Man hat ein Feindbild, und entwickelt daraus eine neue Malerei!“ Bad Boy und Enfent terrible Markus Oehlen, ehemals Punk-Schlagzeuger und Junger Wilder, Untergrund-Beweger par excellence und rotziger Rebell der Golden Eighties, gibt sich heute deutlich reflektierter, wie hier im Interview für seinen brandneuen Katalog (Kerber-Verlag); reflektierter, filigraner, womöglich intellektueller, doch keinesfalls weniger leidenschaftlich. Über drei Jahrzehnte liegt die Zeit der ungebundenen Unbeugsamkeit hinter ihm, die Zeit wilder Bildtitel wie „Vom Stuhl gefallener Akt mit Trompete“ oder „Vaters Hände“. Das Wilde indes hat sich Oehlen bewahrt, in neue Bahn gelenkt, modern und zeitgeistig gemacht, komprimiert korrigiert, subversiv systematisiert. Seine neuen Arbeiten zeugen von einer ausgeklügelten Vorgehensweise, einem Knowhow über Technik und Effizienz, einer ungebändigten Experimentierfreude und einer intensiven Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Digitalisierung samt Auswirkung; alles fließt ineinander über, ein und hinaus, auf nahezu kongeniale Weise - genial. 1956 in Krefeld geboren, studiert Markus Oehlen von 1976 bis 1982 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Alfonso Hüppi, zieht provokant durch die Lande und landet schließlich 2002 als Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. Ausstellungen weltweit seit knapp 40 Jahren, unter anderem im Museum of Modern Art New York, geben ihm Recht, machen ihn berühmt und unverwechselbar: als Vertreter des so genannten Pop Informel, der konstruierten Malerei, die Abstraktion und Figuration gegenüberstellt, die mit fragmentierten Überlagerungen arbeitet, in gemalten, gezeichneten und collagierten Schichten vorgeht und sich fleißig Motiven der Popkultur bedient. Was liegt da näher, als die Thematisierung der Reiz- und Bildüberflutung unserer digitalen Neuzeit wie in Oehlens aktueller Malerei? Erstarrte Körperkonturen, psychedelische Kreise, Muster, Raster, Rippen, Rillen, Farbe, Foto und Lack verschmelzen zu einem mehrdeutigen Etwas, das unmittelbar in seinen Bann zieht, unweigerlich. Kein Wunder, als solch kompetenter wie jugendlich gebliebener Akademie-Professor, dass die Schüler nur so strömen in die „Klasse Markus Oehlen“ nach München. Vier ehemalige Meisterschüler hat der Maestro auserkoren für die aktuelle Top-Schau in der Augsburger Galerie Noah, die neben neuen Arbeiten Oehlens auch die der Zöglinge Mehmet & Kazim, Andreas Lech und Justin Almquist präsentiert. An Originalität wie Brisanz freilich fehlt es den Vieren kaum: Mehmet & Kazim Akal, die Shooting-Stars unter den Schülern, treten als ihr Alter Ego The Kissing Cousins in Erscheinung, per se wie in ihren Arbeiten, persiflieren tradierte Kategorisierungen wie Übermännlich oder Exotisch und geben dabei ein die Welt mit Küsschen wie Herzchen überschüttendes Duo ab; Justin Almquist rückt das Schöne in poppig-bröckelnder Manier und Papiermaché auf Holz in den Mittelpunkt des Betrachters und verweist so nicht zuletzt auf deren Vergänglichkeit; und Andreas Lech begibt sich in seiner zunehmend monochromen Malerei auf die Suche nach dem figurativsten abstrakten Bild aller Zeiten.

    neueste Werke

    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (17), 2014
      80 x 60 cm (h x w)
      € 27200
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (16), 2014
      80 x 60 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 27200
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (15), 2012
      80 x 60 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 27200
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (14), 2021
      200 x 300 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 108000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild mit Malhemd (13), 2020
      200 x 150 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 74000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild mit Malhemd (12), 2020
      200 x 150 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 74000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild mit Malhemd (11), 2020
      200 x 150 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 74000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (9), 2021
      200 x 200 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 85000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (8), 2021
      200 x 200 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 85000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (7), 2021
      300 x 200 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 108000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (6), 2021
      300 x 200 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 108000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (5), 2020
      200 x 300 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 108000
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (4), 2021
      100 x 80 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 39700
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (3), 2021
      100 x 80 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 39700
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (2), 2021
      100 x 80 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 39700
    • Hermann Nitsch

      Schüttbild (1), 2021
      200 x 300 cm (h x w)
      Acryl auf Leinwand
      € 108000
    • Nicola Hanke

      o.T., 2020
      60 x 60 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
    • Jonah Gebka

      o.T., 2021
      30 x 20 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
    • Jonah Gebka

      o.T., 2021
      30 x 19 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand
    • Bianca Patricia Isensee

      Artemisia Annua, 2020
      130 x 130 cm (h x w)
      Öl auf Leinwand