"Glas - Schatten - Raum", 2011
Das Glas.
Eine real vorhandene Skulptur. Ihre real an die Wand geworfenen Schatten. Ein virtueller Raum, installiert und animiert als 3D von der Berliner KUNSTMATRIX.
Die Schatten verdanken ihre besondere Wirkung der Transparenz der gläsernen Bild-Skulptur. Diese besteht aus Kristallglas, reichlich empty space und Messingdrähten. Anders als bei lichtundurchlässigen Objekten bietet dieser Glaskörper die Schatten seines Innenlebens an. Einschlüsse, leichte Distinktionen der Transparenz durch Aufrauhen, Bewegungen im Glas, Wölbungen und Kratzer etc. werden ähnlich den grafischen Wirkungen einer Aquatinta-Radierung sichtbar.
Die Schatten werden separat aufgenommen gespeichert und via Projektor ganz unabhängig von dem auf die Skulptur auffallendem Licht an die Wände geworfen. So kann die Skulptur von oben oder auch seitlich belichtet werden,
während ein Schatten an der Wand erscheint, der zuvor mit Gegenlicht erzeugt wurde. Bei günstiger Konstellation wirken so Hirn und Hand und Highteck vergnüglich miteinander.